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PAX®-Serumtest für Pferde verfügbar

Geschrieben von Nextmune | 26.09.2023 09:24:00

Nach einigen Monaten der Entwicklung ist die erste kommerziell erhältliche molekulare Allergologieplattform für Tiere bereit für die Prüfung von IgE-Sensibilisierungen bei allergischen Pferden.

Der PAX für Pferde ist dem PAX für Hunde sehr ähnlich. Wie sein Gegenstück für Hunde basiert der Pferdetest auf Makroarray-Kartuschen und verwendet das gleiche Equipment wie der Humantest, den ALEX2 der Firma Macroarray Diagnostics (MADx) in Wien, Österreich. Es gibt jedoch einige Unterschiede zum Hundetest:

Eine erweiterte Liste von Allergenen

Unser Leiter für Forschung und Entwicklung, Prof. Thierry Olivry, hat die vorhandene Literatur nach bereits beschriebenen molekularen Allergenen durchforstet, die Pferde mit allergischer Dermatitis, Insektenstichüberempfindlichkeit und Asthma/reaktiven Atemwegserkrankungen sensibilisieren. Die entsprechenden Allergene wurden dann zu den bereits für Hunde verwendeten Kartuschen hinzugefügt. Die hinzugefügten Allergene fallen in drei Hauptkategorien: 

  • Stechende Insekten. Der PAX enthält jetzt Ganzkörperextrakte von Stechinsekten wie Aedes-Mücken, Culicoides-Mücken, Stomoxys-Stallfliegen und Tabanus-Pferdefliegen. Eine wichtige Ergänzung sind die Speichelallergene von Culicoides obsoletus, die nachweislich bei der Diagnose der Insektenstichempfindlichkeit von Pferden helfen.
  • Saatgut-Extrakte. Es hat sich gezeigt, dass Pferde eine IgE-Sensibilisierung auf einige der von ihnen gefressenen Samen entwickeln. Diese Extrakte wurden hinzugefügt (z. B. Baumwollsamen, Sonnenblumensamen, Leinsamen, Lupinensamen, Sorghum). Hinzugefügt wurde auch ein Bestandteil, der als wichtig für Pferde erachtet wird: Fag e 2 aus Buchweizen.
  • Latexbestandteile. Sie fragen sich vielleicht, warum fünf einzelne Latexproteine hinzugefügt wurden? Nun, in der Literatur über Asthma bei Pferden gibt es mehrere Berichte über eine IgE-Sensibilisierung gegen Latex, die nach dem Training/Gehen auf Gummimatten und der Aerosolisierung von Latexpartikeln aufgetreten sein könnte. Schließlich ist latexinduziertes Asthma auch eine Berufsallergie bei Pferdetrainern!

Ein gut charakterisierter monoklonaler Anti-IgE-Antikörper

Nach dem Testen einiger Antikörperkandidaten wählte unser Forschungs- und Entwicklungsteam den monoklonalen Antikörper 3H10 aus, der zuerst im Labor von Dr. Douglas Wilson in Bristol entwickelt worden war. Dieser monoklonale Antikörper erkennt nur Pferde-IgE und reagiert nicht mit anderen Immunglobulintypen von Pferden. Außerdem wurde dieser mAb bereits in mehreren wichtigen Studien über Pferdeallergien verwendet.

Der PAX für Pferde wurde dann anhand der gleichen Kriterien wie für den Humantest validiert. Der gewählte mAb hat die Tests mit Bravour bestanden, mit Ausnahme eines kleinen Punktes: Die Hämolyse im Serum könnte die Positivität von niedrig-positiven Sensibilisierungen verringern, daher ist eine gute Probenentnahme wichtig.

Im Juli untersuchten unsere Labors 1.150 Seren von Pferden, nachdem der Test seine Validierung bestanden hatte. Dabei wurde die gleiche Positivitätsschwelle wie für Hunde gewählt: 28 ng/ml.

Eine kleine Vorschau auf die wichtigsten Sensibilisierungen bei Pferden

Hier sind die fünf wichtigsten Sensibilisierungen in den Hauptallergenkategorien, die frühere Ergebnisse bestätigen:

Umweltallergene

  • Extrakt aus Tyrophagus-Speichermilben
  • Extrakt der Hausstaubmilbe Dermatophagoides farinae
  • Tropomyosin der Amerikanischen Schabe Per a 7
  • Latex-Bestandteil: Hev b 11
  • Speichelbestandteil von Culicoides obsoletus Cul o 8

Lebensmittelallergene

  • Apfelkomponente Mal d 1
  • Baumwollsaat-Extrakt
  • Apfelbestandteil Mal d 3
  • Linsenbestandteil Len c 2
  • Erbsenextrakt

Giftige Allergene

Ja, Pferde werden von Bienen (Api m 1 und 3 Komponenten) und Wespen (Ves v Extrakt und Ves v 5 Komponenten) gestochen (und dann sensibilisiert).


Ausführlichere Informationen über PAX® finden Sie in unserem PAX®-Blog.